Sichtbarkeit queerer Körper und Subjekte – Kunst, Theorie und Aktivismus Vortrag von Dr. Rena Onat und Artist Talk mit Christine Janjira Meyer
„For over twenty years, visibility (at almost any cost) became the mantra I followed but is something I’m questioning now. (…)“ – Del LaGrace Volcano
„It is important to mark, map and preserve our mo(ve)ments through visual histories for reference and posterity so that future generations will note that we were there“ – Zanele Muholi
“Sichtbarkeit schaffen” ist für viele immer noch eine sehr wichtige politische Strategie für queeren Aktivismus. Aber wie steht es jetzt in Zeiten von einem rechten Vormarsch in denen insbesondere Trans*Personen und alles, was mit dem Hinterfragen der Norm der Zweigeschlechterordnung zu tun hat, zum Feindbild gemacht wird? Ist diese Politik zu gefährlich geworden? Es ist noch gar nicht so lange her, da hat man in den Mainstream Medien nie von Queers gehört. Das Bedürfnis danach, „uns“ zu sehen – in der Geschichte, in Kunst und Kultur und allen Bereichen der Gesellschaft – zu wissen, dass es andere gab und gibt wie „uns“, bleibt. Aber wer ist hier eigentlich „wir“? Das Thema „queere Sichtbarkeit“ ist sehr unterschiedlich je nachdem, von welcher Positionierung wir ausgehen. Für queere und trans* BIPoCs gibt es oft das Paradox, gleichzeitig „hypersichtbar“ zu sein und unsichtbar – z.B. weil viele queere Spaces weiß sind. Aber auch lesbische Femmes kämpfen oft mit Unsichtbarkeit. Kunst kann hier mit Sara Ahmed ein guter „starting point“ sein, ein Ausgangspunkt, von dem wir Linien verfolgen können, um neu über queere Sichtbarkeit nachzudenken.
Ca.45 Minuten Vortrag mit anschließender Diskussion und Austausch für ca.45 Minuten
Instagram: @renakelebek / @janijirakyun