Frauen*Lesbenbewegung der DDR und Umbruchszeit im Prenzlauer Berg Vortrag und Gespräch mit der Zeitzeugin Samirah Kenawi.Kurt-Tucholsky-Bibliothek, Esmarchstraße 18

Offen für: Alle

In den 80er Jahren begannen sich immer mehr von der staatlichen Politik unabhängige Frauen- und Lesbengruppen in der DDR zu bilden. Sie arbeiteten für Frieden, Umwelt, mehr gesellschaftliche Teilhabe, Sichtbarkeit für Lesben, für Frauengesundheit, Gleichstellung und feministische Ideen. Ein Auslöser war zum Beispiel das neue Wehrdienstgesetz der DDR 1982 welches auch Frauen zum Dienst an der Waffe berechtigte. Daraus entstanden in Berlin die „Frauen für den Frieden“ und auch die „Lesben in der Kirche“ begannen stärker politisch aktiv zu werden.

Samirah Kenawi, 1962 in Ostberlin, hat die Frauen- und Lesbenbewegung in der DDR ab den 80er Jahren in Dresden und Berlin miterlebt und mitgestaltet. In der Zeit des Umbruchs reiste sie durch die ganze DDR um die Frauengruppen untereinander zu vernetzen, um die Kommunikation zur aktuellen politischen Situation zu ermöglichen und so Frauen in den politischen Gestaltungsprozess einzubinden.

An 1990 leitet sie das Berliner Büro des Unabhängigen Frauenverbandes. Sie brachte eine umfangreiche Dokumentation zu den Frauengruppen in der DDR heraus, in der sie alle Frauengruppen lokal arbeitenden Frauengruppen beschreibt. Sie hat das Archiv GrauZone initiiert und gegründet, welches Dokumente der DDR-Frauen*Lesbenbewegung aufbewahrt und diese der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Im Vortrag wird sie uns aus ihrem umfangreichen Wissen zu dieser Bewegung berichten und steht als Akteurin und Zeitzeugin dem Publikum im Gespräch zur Verfügung.

Bild: Robert-Havemann-Gesellschaft Kerstin Baarmann RHG_Fo_GZ_0738

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Datum
25. Sep. 2026
Uhrzeit
19:00 - 20:30
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