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SUMMARY:Extern: Worte wie „Arsendosen“ – Stasiakten gemeinsam lesen und verstehen  Workshop mit Maria Bühner
DESCRIPTION:Samstag, 13. Juni 2026, Zeit: 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Spinnboden\nOffen für: FLINTA* Anmeldung unter: L-Ost-2026@posteo.de\nStasiakten sind herausfordernde historische Quellen. Ihre Inhalte sind gleichermaßen trocken bürokratisch, obsessiv und kryptisch. Ihre Sprache ist oft technisch, abwertend und verschleiernd. Manchmal wirken einzelne Begriffe wie kleine „Arsendosen“ — scheinbar harmlose Wörter, die jedoch eine starke Wirkung entfalteten. Sie formen Bilder von Menschen, ordnen sie ein und machen sie zu Objekten staatlicher Repression. In diesem vierstündigen Workshop lesen wir gemeinsam Auszüge aus Akten über queere Menschen. Die Quellen zeigen, wie das Ministerium für Staatssicherheit Einzelpersonen, Treffpunkte und Gruppen beobachtete, bewertete und mitunter versuchte zu „zersetzen“. Gleichzeitig geben sie – oft zwischen den Zeilen – Einblicke in queere Lebenswelten, Netzwerke und Strategien des Umgangs mit Überwachung. Der Workshop konzentriert sich nach einer Einführung in die Überwachung queerer Menschen durch die Stasi, auf den kritischen Umgang mit Stasiunterlagen. Gemeinsam probieren wir aus, wie sich solche Dokumente lesen und verstehen lassen. Der Workshop richtet sich an alle Interessierten FLINTA*s; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Maria Bühner ist Kulturwissenschaftlerin, Historikerin und Mitglied im Netzwerk Queere Zeitgeschichten im deutschsprachigen Europa. Ihre abgeschlossene Promotion zur Subjektivierung frauenbegehrender und lesbischer Frauen in Ostdeutschland (1945–1995) erzählt ostdeutsche Geschichte aus queerer Perspektive neu. Sie hat u. a. als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig und dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden gearbeitet. Ergebnisse ihrer Forschung hat sie beispielsweise in Aus Politik und Zeitgeschichte (2025, Nr. 21) und einer Expertise für den Senat Berlin (2024) veröffentlicht. Sie engagiert sich freiberuflich und ehrenamtlich für die Sichtbarkeit queerer ostdeutscher Geschichte.\nDie Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe L*Ost 2026 – Frauen*Lesben Perspektiven auf DDR und Umbruchszeit statt. Sie wird gefördert Kulturfond des Berliner Senats und der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung. L*Ost 2026 wird veranstaltet vom Sonntags-Club Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit dem Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek e.V. und dem EWA (Erster Weiblicher Aufbruch) Frauenzentrum e.V..\nBildnachweis: Bundesarchiv, Stange\n
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