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SUMMARY:L*Ost :  „Auf- und Umbrüche im großen Strudel“. Lesbisch-feministische Perspektiven auf die Transformation Vortrag von Maria Bühner und Zeitzeug*innengespräch mit Bärbel Klässner und Elke Prinz
DESCRIPTION:Vortrag von Maria Bühner und Zeitzeug*innengespräch mit Bärbel Klässner und Elke Prinz\nTermin: Freitag, 13. März, Beginn 19.00 Uhr\nOrt: EWA Frauenzentrum, Prenzlauer Allee 6\nOffen für: Alle\n„Dann aber überschlugen sich die politischen Ereignisse und wir gerieten mit in den großen Strudel… Es war faszinierend und beängstigend zugleich.“ Mit diesen Worten erinnerte sich Bärbel Klässner, die Mitherausgeberin des Jenaer Samisdats frau anders, 25 Jahre später an 1989/90. Im Herbst 1989 begann in Ostdeutschland eine Umwälzung, die weit über das Ende des bisherigen politischen Systems hinausging. Der Mauerfall war ein Moment der Politisierung und Mobilisierung der feministisch-lesbischen Bewegung in Ostdeutschland. Doch bereits früh zeichnete sich ab, dass in dieser Umwälzung die Forderungen und Rechte von Frauen wie auch von Queers und anderen Minderheiten marginalisiert wurden und sie besonders stark von der Massenarbeitslosigkeit betroffen waren. Der Vortrag spürt den Veränderungen im Großen wie der Gründung des ostdeutschen Unabhängigen Frauenverbandes ebenso nach wie dem veränderten Alltag und den sich daraus ergebenden ganz praktischen Problemen.\nIm Zeitzeug*innengespräch wird es unter anderem um die Auflösung der Strukturen der inoffiziellen Frauen*Lesbenbewegung der DDR, der Entstehung neuer offiziell arbeitender Zentren sowie den Begegnungen zwischen den Frauen*Lesbenbewegungen aus Ost und West während der Umbruchszeit gehen. Wir freuen uns sehr für dieses Gespräch Elke Prinz und Bärbel Klässner begrüßen zu können.\nBärbel Klässner, Autorin, wurde 1960 in Magdeburg geboren, lebt seit 2004 in Essen. In der DDR der 1980er-Jahre engagierte sie sich in der Frauen- und Lesbenbewegung und oppositionellen Gruppen, die sich „unter dem Dach“ der evangelischen Kirche etablieren konnten. Sie war Mitherausgeberin der einzigen in der DDR illegal erschienenen Lesbenzeitung „frau anders“. Sie schreibt Lyrik und essayistische Prosa, hat Stipendien und Auszeichnungen erhalten und leitet seit vielen Jahren Schreibwerkstätten.\nElke Prinz, geboren 1955 in Halle (Saale), war am Aufbau des 1990 gegründeten Vereins Dornrosa e.V. beteiligt, der 1991 das Frauenzentrum „Weiberwirtschaft“ in Halle eröffnete. Dort ist sie seither als Vorstandsfrau tätig. Seit 2010 ist sie Redakteurin und Moderatorin der monatlichen Radiosendungen „FrauenLeben“ und „LeSBIT“ sowie thematischer Podcasts und gestaltet Beiträge zu Frauen- und Gleichstellungspolitik, queerer und Frauengeschichte sowie aktuellen Debatten um Gendervielfalt. Darüber hinaus berichtet sie in Vorträgen über lesbisches Leben, Familienkonzepte jenseits der Ehe und Strategien, sich in einem von Tabuisierung geprägten Umfeld Freiräume zu schaffen.\nMaria Bühner ist Kulturwissenschaftlerin, Historikerin und Mitglied im Netzwerk Queere Zeitgeschichten im deutschsprachigen Europa. Ihre abgeschlossene Promotion zur Subjektivierung frauenbegehrender und lesbischer Frauen in Ostdeutschland (1945–1995) erzählt ostdeutsche Geschichte aus queerer Perspektive neu. Sie hat u. a. als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig und dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden gearbeitet. Ergebnisse ihrer Forschung hat sie beispielsweise in Aus Politik und Zeitgeschichte (2025, Nr. 21) und einer Expertise für den Senat Berlin (2024) veröffentlicht. Sie engagiert sich freiberuflich und ehrenamtlich für die Sichtbarkeit queerer ostdeutscher Geschichte.\nDie Veranstaltung ist der Auftakt der Reihe L*Ost 2026 und wird vom Kulturfond des Berliner Senats und der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung gefördert. L*Ost 2026 wird veranstaltet vom Sonntags-Club Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit dem Spinnboden Lesbenarchiv und Bibliothek e.V. und dem EWA (Erster Weiblicher Aufbruch) Frauenzentrum e.V..\nBild: Blick in das Podium des Frauenforums der Lila Offensive am 23.11.89, Robert-Havemann-Gesellschaft, RHG-FO-GZ-0738, Foto: Kerstin Baarmann\n
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